Sportclub 1912 e.V. Wegberg 
 Jugendabteilung 

Missbrauchsbeauftragter/-beauftragte

Wir sind der Ansicht dass ein Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt in allen Einrichtungen und Organisationen Alltag sein sollte, denen Kinder und Jugendliche anvertraut sind, auch in Sportvereinen. Sport macht Kinder und Jugendliche stark, verschafft ihnen Erfolgserlebnisse. Vertrauensvolle Ansprechpersonen im Sportvereine können ein Rettungsanker sein für alle Mädchen und Jungen, die sexuelle Gewalt erleiden. Sportvereine könnten leider auch gefährdete Orte sein. Manche Täter und Täterinnen nutzten die körperliche Nähe im Sport für ihre Zwecke aus. Ein Schutzkonzept hilft, solche Strategien zu durchkreuzen und gibt allen im Verein Sicherheit. Ein erster Schritt ist dass alle unsere Trainer/Betreuer ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen müssen, welches jährlich erneut vorgelegt werden muss! 

Der nächste Schritt ist nun ein(e) Missbrauchsbeauftragter/beauftragte. 

Aber was ist sexueller Missbrauch und wann beginnt er?



Definition von sexuellem Missbrauch!

Sexueller Missbrauch oder sexuelle Gewalt an Kindern ist jede sexuelle Handlung, die an oder vor Mädchen und Jungen gegen deren Willen vorgenommen wird oder der sie aufgrund körperlicher, seelischer, geistiger oder sprachlicher Unterlegenheit nicht wissentlich zustimmen können. Der Täter oder die Täterin nutzt dabei seine/ihre Macht- und Autoritätsposition aus, um eigene Bedürfnisse auf Kosten des Kindes zu befriedigen. Diese sozialwissenschaftliche Definition bezieht sich auf alle Minderjährigen. Bei unter 14-Jährigen ist grundsätzlich davon auszugehen, dass sie sexuellen Handlungen nicht zustimmen können. Sie sind immer als sexuelle Gewalt zu werten, selbst wenn ein Kind damit einverstanden wäre.

Wo Missbrauch beginnt!

Die Handlungen, die als sexuelle Gewalt oder Missbrauch bezeichnet werden, weisen eine große Bandbreite auf. Nicht jede sexuelle Gewalt ist strafbar, aber jede sexuelle Gewalt verletzt Mädchen und Jungen. Sexuelle Gewalt beginnt bei sexuellen Übergriffen wie verbaler Belästigung, voyeuristischem Taxieren des kindlichen Körpers, aber auch flüchtigen Berührungen des Genitalbereichs oder der Brust über der Kleidung. Passiert die Berührung aus Versehen, spricht man nur von einer Grenzverletzung, die mit einer Entschuldigung aus der Welt geschafft werden kann. Um strafbaren Missbrauch handelt es sich, wenn sexuelle Handlungen am Körper des Kindes stattfinden oder der Erwachsene bzw. Jugendliche sich entsprechend anfassen lässt.


 
 
 
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